Navigation und Service

Einfach teilhaben (Link zur Startseite)


Projekt e-Strategie Persönliches Budget:

Vor Ort handeln - Online informieren, beraten, vernetzen, beteiligten!

Um die Umsetzung des Persönlichen Budgets weiter voranzubringen und mehr Menschen mit Behinderungen zur Nutzung des Persönlichen Budgets anzuregen sowie in der Um­setzung zu unterstützen, waren neue Wege mit innovativen Angeboten zu beschreiten. Das Projekt „e-Strategie Persönliches Budget: Vor Ort handeln - Online informieren, be­raten, vernetzen, beteiligen!“ hat über ein neues und modernes Online-Angebot Anregun­gen zur Nutzung und Umsetzung des Persönlichen Budgets mit innovativen Formen der Informationsmöglichkeit, Beratung und Beteiligung verbunden. Nutzer/innen konnten vom Projekt initiierte kommunale Umsetzungsprozesse zum Persönlichen Budget aktuell nachvollziehen. Sie realisierten, was mit dem Persönlichen Budget möglich ist und wie Selbstbestimmung und Teilhabe im örtlichen Sozialraum verwirklicht werden können. Sie wurden zur eigenen Nutzung des Persönlichen Budgets angeregt oder dazu angeleitet, eigene kommunale Umsetzungsstrategien in Gang zu setzen. Dabei konnten die Nut­zer/innen sich online detailliert informieren und beraten lassen und sich beteiligen.

Als entscheidend für den Erwerb von Informationen, für Beratungs-, Vernetzungs- und Beteiligungsangebote für und zwischen Akteuren zum Persönlichen Budget haben sich moderne Formen der Informations- und Kommunikationstechnologien unter Bereitstellung aktueller und gut aufgearbeiteter Informationen zum Persönlichen Budget herausgestellt. Das Projekt „e-Strategie Persönliches Budget“ nutzte die neuen Technologien und bot einen innovativen Ansatz, indem es ein modernes Online-Angebot zum Persönlichen Budget mit der eigenen Produktion von Informationen verband. Diese wurden aus ange­regten und begleiteten kommunalen positiven Umsetzungsprozessen zum Persönlichen Budget gewonnen. Das Online-Angebot nahm diese Informationen fachlich aufbereitet auf und stellte sie einer breiten Öffentlichkeit bundesweit zur Verfügung.

Nutzer/innen konnten neben ihrem Austausch mit den Akteuren auf dezidierte Fachinfor­mationen und Fachberatung zum Persönlichen Budget zurückgreifen. Alle Angebote konnten durch direkte Zugänge, Verlinkungen und Austausch von Informationsmaterial miteinander enger verzahnt werden und allen am Persönlichen Budget interessierten Nut­zer/innen ein umfassendes Angebot an Information, Beratung und interaktiven Austausch zum Persönlichen Budget ermöglichen. Das Angebot richtete sich an Menschen mit Be­hinderungen, Angehörige, Beratungsstellen zum Persönlichen Budget, Leistungsträger und Leistungserbringer sowie neue interessierte Akteure.

Bedeutend ist der „informative Mehrwert“ neuer Onlineangebote. Daher sind die Ausbil­dung und der Austausch zu positiven Umsetzungsprozessen zum Persönlichen Budget von hoher Bedeutung. Das Projekt „e-Strategie: Persönliches Budget“ hat insgesamt vier kommunale Umsetzungsprozesse zum Persönlichen Budget initiiert, begleitet und aktiv vor Ort unterstützt. In den Modell-Kommunen Kiel, Erfurt, Kreis Wesel und Landkreis Mecklemburgische Seenplatte wurden Menschen mit Behinderungen, Angehörige, Leis­tungsträger und Leistungserbringer zusammen mit den entsprechenden kommunalpoliti­schen Verantwortlichen auf kommunaler Ebene aktiv unterstützt, gemeinsam Strategien zur Umsetzung des Persönlichen Budgets im jeweiligen Sozialraum zu entwickeln und in kommunaler Verantwortung nachhaltig durchzuführen. Weitere neue und relevante Ziel­gruppen im Sinne eines inklusiven Sozialraumes (u. a. Sportvereine, Schulen) wurden in die Strategien zur Umsetzung des Persönlichen Budgets aktiv eingebunden und deren Ressourcen genutzt. Diese kommunalen Umsetzungsprozesse wurden über das Online-Angebot fachlich aufgearbeitet, dokumentiert, ausgewertet und informativ verwertet.

Das qualifizierte und flächendeckende Angebot von Beratung und Unterstützung zum Persönlichen Budget ist bundesweit ein wesentlicher Faktor für die Beförderung der ver­mehrten Inanspruchnahme Persönlicher Budgets. Daher war die weitere Vernetzung der Beratungsstellen im bundesweiten Netzwerk Beratung zum Persönlichen Budget und die Koordination der Dachgruppen des Netzwerks mit dem Projekt „e-Strategie Persönliches Budget: Vor Ort handeln - Online beraten, vernetzen, beteiligen!“ ein Schwerpunkt der Projektarbeit. Alle Beratungsstellen zum Persönlichen Budget im gesamten Bundesgebiet konnten über eine Selbstverpflichtung und unter Anerkennung des Selbstverständnisses und der Arbeitsstruktur jederzeit dem Netzwerk beitreten.

Insgesamt wurde in den zwei Projektjahren das Netzwerk der Beratungsstellen auf über 300 im gesamten Bundesgebiet erweitert.

Der Paritätische Gesamtverband hat sich mit seinem Projekt zum Persönlichen Budget zu einer bundesweiten und verbandsübergreifenden Anlaufstelle zum Persönlichen Budget entwickelt, über die sowohl Budgetnehmer/-innen und Bezugspersonen, Anbieter als auch Leistungsträger Informationen zum Persönlichen Budget erhalten konnten und über eine stetig gewachsene Netzwerkarbeit zusammengeführt wurden. In den letzten zwei Jahren hat er die Umsetzung des trägerübergreifenden Persönlichen Budgets mit dem Projekt „e-Strategie Persönliches Budget: Vor Ort handeln - Online informieren, beraten, vernetzen,  beteiligen!“ insbesondere in den Modellkommunen begleitet und unterstützt.

Mit der Verankerung der Projektaktivitäten im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention hatte die Bundesregierung ein bedeutendes Zeichen gesetzt. Das Persönliche Budget ist nach wie vor eine wichtige Form der Umsetzung von Wahl­freiheit und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen und hierdurch von Inklu­sion in der Gesellschaft. Aufgrund der immer noch bestehenden Umsetzungsbarrieren bedarf es auch weiterhin der Unterstützung neutraler Instanzen, die sich für das Persönliche Budget und seine verbesserte Anwendung konstruktiv einsetzen.

Eine neue Struktur - der Verein „Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget“ - wird die Projektergebnisse sichern und bestehende Netzwerke verstetigen. Dazu zählen ins­besondere das Netzwerk der Beratungsstellen zum Persönlichen Budget, das bestehende Online-Angebot und das bundesweite Beratungsstellenverzeichnis zum Persönlichen Budget. Der Verein BAG PB plant, aktiv an der Umsetzung des Persönlichen Budgets weiterzuarbeiten. Der Verein soll Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und andere Umsetzungsakteure wie Leistungsträger, Leistungserbringer und Selbsthilfeorga­nisationen werden. Er soll Erfordernisse im Umsetzungsprozess des Persönlichen Budgets benennen und Bewährtes aufzeigen. Sein wesentliches Ziel wird weiterhin darin be­stehen, die Inanspruchnahme Persönlicher Budgets im Sinne der Menschen mit Behinde­rungen zu befördern.

 

Zusatzinformationen

Zum Hauptportal

Einfach teilhaben

Das Webportal für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Verwaltungen und Unternehmen

Zum Hauptportal

Haben Sie Fragen?

Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

Information

Redaktion

Nutzerhinweise

Seite

© Bundesministerium für Arbeit und Soziales