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Mentoring für Studentinnen mit Behinderung

Mit dem bundesweit ersten Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung hat der Hildegardis-Verein ein neues, vielbeachtetes Förderangebot ins Leben gerufen. Jede Studentin, die an dem Pilotprogramm teilnimmt, wird ein Jahr lang von einer Mentorin oder einem Mentor durch regelmäßige Beratungsgespräche in ihrer Studien-, Berufs- und Lebensplanung unterstützt. Die Mentorinnen und Mentoren sind berufserfahrene Persönlichkeiten mit akademischem Abschluss. Sie leben überwiegend selbst mit einer Behinderung.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Fähigkeiten der Studentinnen. Sie werden darin unterstützt, diese wahrzunehmen, weiter zu entwickeln und selbstbewusst auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt anzubieten. Die begleitenden Mentorinnen und Mentoren sind in diesem Prozess gefragte Ratgebende. Aus ihrer Lebenserfahrung können sie Strategien zur Bewältigung von Hürden und Enttäuschungen sowie zur Entwicklung der eigenen Kompetenzen weitergeben und Kontakte in berufliche Netzwerke vermitteln.

Ergänzt wird die Arbeit in den sogenannten Tandems durch gemeinsame Seminare aller Teilnehmenden zum Auftakt, zur Halbzeit und zum Abschluss des Mentoringjahres. In Workshops und Podiumsdiskussionen stehen Informationen und Austausch zu Themen wie „Behinderung und Berufseinstieg“, „Erkennen und Präsentieren der eigenen Stärken“, „Selbstbewusstsein - eine starke Leistung“ oder „Ziele setzen -Ziele verfolgen“ auf der Agenda.

Der Hildegardis-Verein, dessen Hauptaufgabengebiet in der ideellen und finanziellen Begleitung von Frauenbildung liegt, hat das Pilotprojekt auf der Grundlage einer Studie zum Förderungsbedarf von Studentinnen mit Behinderung konzipiert. Es wird von der Conterganstiftung für behinderte Menschen als Modellprojekt bis 2012 gefördert und gliedert sich in drei einjährige Mentoringphasen.

Die Resonanz auf das Projekt bestätigt, dass die Initiative von Betroffenen und Multiplikatoren als ein wichtiger und bislang fehlender Förderansatz begriffen wird. So wurde das Programm vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf dem dritten EU-Gleichstellungsgipfel (Equality Summit) in Stockholm im November 2009 als Best-Practice-Beispiel für innovative Gleichstellungsinitiativen in Deutschland vorgestellt. Und am 3. Dezember 2010 wurde der Hildegardis-Verein für sein einzigartiges Mentoring-Programm im Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet. „Das Projekt sollte Schule machen“, würdigte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe, der die Tagung zur Preisverleihung als Schirmherr eröffnete.

 

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