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Kino und Theater für und mit Menschen mit Behinderung

Kino- oder Theaterbesuche sind für Menschen mit Behinderung nur dann uneingeschränkt möglich, wenn die baulichen und technischen Voraussetzungen in Hinblick auf die Barrierefreiheit gegeben sind. Menschen mit Behinderung sind aber auch aktiv als Schauspieler tätig und stehen gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen vor der Kamera oder auf der Bühne. Zudem gibt es auch für Laien die Möglichkeit selbst an einer Theater-AG teilzunehmen.

Kino und Theater

Ein Kino- und Theaterbesuch sollte für Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen möglich sein. Es empfiehlt sich jedoch, vorab Auskünfte z.B. zu Rollstuhlplätzen im Kino- oder Theatersaal sowie zu Sanitäreinrichtungen einzuholen. Für Menschen mit Sinnesbehinderungen, wie z.B. mit einer Hör- oder Sehbehinderung, sollten besondere technische Hilfsmittel bereit gestellt werden. Beachten Sie zudem bei der Kartenreservierung bzw. beim Kartenkauf, dass es für Menschen mit einer (schweren) Behinderung oftmals Preisnachlässe und für die im Schwerbehindertenausweis bestätigte Begleitperson in der Regel freien Eintritt gibt.

Während die Theaterangebote für Menschen mit Einschränkungen des Hörvermögens mittlerweile häufiger werden, sind die Möglichkeiten für Menschen mit eingeschränkter oder völlig fehlender Sehfähigkeit leider noch sehr begrenzt. So steht, insbesondere in größeren Theaterhäusern, die von der Stadt oder dem Staat mit getragen werden, für eine begrenzte Anzahl von Plätzen eine Induktionsschleife für die Träger von technischen Hörhilfsmitteln zur Verfügung. Es lohnt sich zudem nach Sondervorstellungen mit Gebärdendolmetschern zu fragen, die hin und wieder in Theatern angeboten werden. Einige Bühnenstücke werden auch vollständig in Gebärdensprache gespielt. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es vereinzelte Aufführungen in Deutschland, bei denen eine Audiodeskription stattfindet. Den Menschen mit Blindheit werden von speziell geschulten Erzählerinnen und Erzählern über Kopfhörer in den Dialogpausen das Geschehen auf der Bühne geschildert. Örtliche Blinden- und Sehbehindertenvereine informieren über bestehende Angebote auf ihren Internetseiten.

Kulturangebote des Bundesbehindertenbeauftragten

Barrierefreie Kulturangebote bietet auch die/der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Am Dienstsitz, dem Kleisthaus in Berlin, wird seit acht Jahren ein Kulturprogramm veranstaltet. Das Motto KLEISTHAUS - DA KANN JA JEDER KOMMEN! steht für Barrierefreiheit bei freiem Eintritt, so dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kultur erleben können. Zum Programm gehören Konzerte, Filme, Lesungen, Theater/Performance und Ausstellungen. Die Veranstaltungen sind zugänglich für Menschen mit jeder Art von Behinderung: Filme mit Audiodeskription für sehbehinderte Menschen gehören ebenso zum Programm wie die Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetschern – alles in den barrierefreien Räumlichkeiten des Kleisthauses. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche, um ein Miteinander in selbstverständlicher Vielfalt bereits in frühen Entwicklungsphasen zu fördern.

Theatergruppen mit Menschen mit Behinderung

Es gibt immer mehr integrative Theatergruppen und Theatergruppen mit behinderten Schauspielerinnen und Schauspielern. Das vielfältige Angebot reicht von regionalen Angeboten über Theater-AGs an integrativen Schulen oder Förderschulen.

Theater soll die Kreativität und die Persönlichkeit fördern sowie das Sozialverhalten von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. von Menschen mit Behinderung stärken. Schauspielerei verbindet Menschen. Das gemeinsame Erleben führt zum miteinander ins Gespräch kommen. Mithilfe speziell ausgerichteten Theatermethoden werden gemeinsam Stücke erprobt und anschließend aufgeführt. Das Theaterspielen erlaubt einen professionellen Umgang mit den eigenen Schwächen, setzt an den individuellen Ressourcen und Stärken an und baut diese aus.Viele Theatergruppen bieten Kurse für Menschen mit Behinderung in jedem Alter an. In der Regel werden sozialverträgliche Gebühren genommen und Ermäßigungen für Vorstellungen sollen möglichst allen Interessierten eine Teilnahme ermöglichen.

 

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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