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Hilfsmittel

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Eine den individuellen Beeinträchtigungen aber auch Fähigkeiten angepasste Hilfsmittelversorung ist die Grundvoraussetzung für Menschen mit Behinderung, um in der Freizeit Eigeninitiative, Selbstbestimmung und damit (mehr) Lebensqualität zu erlangen.

Der angestrebten möglichst weitgehenden individuellen Selbständigkeit und Unabhängigkeit dient die Versorgung mit Hilfsmitteln und technischen Hilfen. Dies sind insbesondere Kommunikations-und Mobilitätshilfen für hör-, seh- und sprachbehinderte Menschen, aber auch Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens.

Die gleiche Abweichung vom alterstypischen Zustand und die gleiche Funktionsbeeinträchtigung können zu sehr unterschiedlichen Teilhabebeeinträchtigungen führen. So behindert der Verlust des linken Mittelfingers einen Verwaltungsbeamten bei seiner Berufsausübung kaum, einen Geiger dagegen sehr. Auch schwere Schädigungen und Einschränkungen wirken sich meist nicht auf alle Lebensbereiche gleichermaßen aus. Ein Mensch mit gesundheitlichen Schädigungen ist nur in bestimmten Funktionen beeinträchtigt und damit nur in Bezug auf bestimmte Tätigkeiten und Teilhabebereiche „behindert“, während seine Leistungs- und Teilhabefähigkeit in anderen Lebensbereichen unvermindert oder sogar sehr hoch sein kann.

Es gibt aber auch Menschen mit Behinderungen, die in fast allen Lebensbereichen auf Hilfsmittel angewiesen sind, um ihren Alltag möglichst eigenständig und selbstbestimmt bewältigen zu können. Menschen mit einer Sehbehinderung beispielsweise sind auf eine Sehhilfe (Brille oder Lupenbrille) angewiesen und Menschen mit einer Gehbehinderung auf eine Gehhilfe (z. B. Handstock oder Rolator) oder einen Rollstuhl (z. B. Schiebe- oder Elektrorollstuhl). Ergänzend oder ersetzend zur Lautsprache für Menschen mit einer schweren Sprachbehinderung oder für Menschen ohne Lautsprache sind elektronische Hilfsmittel, wie Talker (elektronische Sprachausgabegeräte) oder nichtelektronische Hilfsmittel (Kommunikationstafeln), zur Verfügung zu stellen. Unterstützte Kommunikation (UK) ist die deutsche Bezeichnung für das international etablierte Fachgebiet AAC, Augmentative and Alternative Communication (ergänzende und ersetzende Kommunikation), das die Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten von Menschen mit schwer verständlicher bzw. fehlender Lautsprache zum Ziel hat. Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation setzt sich für diesen Personenkreis ein und hat auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zur Thematik zusammengestellt. Listen über Beratungsstellen für Unterstützte Kommunikation nach Bundesländern, Anbieter elektronsicher Kommunikationshilfen sowie Therapeutinnen und Therapeuten (z. B. Sprachtherapeutinnen und Sprachtherapeuten; s. Heilbehandlung), die mit der unterstützt kommunizierenden Person ein individuell auf sie abgestimmtes Kommunikationssystem erarbeiten. Die Versorgung mit einer Kommunikationshilfe alleine reicht nämlich nicht aus. Ein auf den Mensch mit Sprachbehinderung individuell abgestimmtes Kommunikationssystem stellt den wesentlichen Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit dar. Im Sinne der Ressourcenorientierung wird neben den individuellen kognitiven auch an die motorischen Voraussetzungen und Kompetenzen angeknüpft. Es ist immer auf die individuellen Fähigkeiten zu achten, denn der Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung kann selbst bei gleicher Behinderung sehr verschieden sein.

Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt die allgemeine Beförderungspflicht der Verkehrsunternehmer. Sie erstreckt sich auf das Reisegepäck, zu dem Rollstühle und andere Hilfsmittel zählen.

 

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Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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