Betreuung über 3-Jähriger
Kinder ab 3 Jahren werden in der Regel bis zum Wechsel in die Schule in Kindergärten, Kindertagesstätten bzw. KITAs betreut und gefördert. Diese sind in den Ländern unterschiedlich strukturiert.
Die Betreuung und Förderung von Kindern ab 3 Jahren bis zum Eintritt in die Grundschule wird vielfach im Kindergarten organisiert. Name und Organisation dieser Einrichtung werden in den Bundesländern oft unterschiedlich gehandhabt. Kindergärten sind vielfach auch unter den Begriffen Kindertagesstätte oder KITA bekannt.
(Regel-) Kindergarten oder Kindertagesstätte
In Kindergärten oder Kindertagesstätten können Kinder mit Behinderung in unterschiedlicher Weise integriert werden: Sie können entweder einzeln in einem so genannten Regel-Kindergarten in der Nähe ihres Wohnortes aufgenommen und gefördert werden. Es können aber auch mehrere Kinder mit Behinderung gemeinsam in einer integrativen Gruppe innerhalb eines Regel-Kindergartens betreut und gefördert werden.
Integrative Kindergärten
Integrative Kindergärten folgen dem Prinzip, dass in allen Gruppen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam gefördert werden. Die Gruppen sind gemischt, sodass Kinder mit und ohne Behinderungen miteinander spielen und voneinander lernen. Integrative Kindergärten verfolgen das Ziel, grundsätzlich alle Kinder in die Gesellschaft einzugliedern. Die Gruppengrößen sind abhängig von den Einrichtungen, in der Regel übersteigen sie jedoch nicht eine Anzahl von insgesamt 20 Kindern. Neben den Erziehern gibt es in integrativen Kindergärten spezialisierte Therapeuten vor Ort, die die Kinder mit Behinderung individuell fördern.
Sonderkindergärten
Ebenso wie bei Regel-Kindergärten ist auch bei Sonderkindergärten zu unterscheiden: Es gibt zum einen "reine" Sonderkindergärten, in denen ausschließlich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf betreut und gefördert werden. Es gibt jedoch auch Sonderkindergärten, die sich für nicht behinderte Kinder geöffnet haben und damit auch diesen Kindern eine individuellere Förderung als in Regel-Kindergärten anbieten können.
Additive und kooperative Kindergärten
Bei additiven Kindergärten handelt es sich um eine Verknüpfung zweier eigenständiger Institutionen miteinander. Sonder- und Regelkindergarten arbeiten als unabhängig voneinander, sind aber "unter einem Dach". Damit erhalten die Kinder mit und ohne Behinderung die Möglichkeit, einerander kennenzulernen.
Kooperative Kindergärten sind demgegenüber etwas enger verknüpft. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation zwischen Gruppen aus Sonder- und Regelkindergärten. Die Gruppen unternehmen zeitweise gemeinsam etwas, sodass die Kinder einander kennenlernen und miteinander umgehen lernen.


