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Eltern mit Behinderungen

Auch viele Mütter und Väter mit Behinderungen befinden sich in aktiver Elternschaft. Für Eltern mit Behinderungen stellen sich in ihrem Familienalltag aber oftmals zusätzliche Herausforderungen, die sie häufig nur mit geeigneter Unterstützung bewältigen können.

Nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) ist bei der Entscheidung über Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe den besonderen Bedürfnissen behinderter Mütter und Väter bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen behinderter Kinder Rechnung zu tragen. Auch die UN-Behindertenrechtskonvention fordert u.a. in Artikel 23 eine Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen in allen Fragen die Ehe, Familie, Elternschaft und Partnerschaft betreffen und fordert von den Vertragsstaaten, dass sie Menschen mit Behinderungen in angemessener Weise bei der Wahrnehmung der Verantwortung unterstützen.

Nach dem bestehenden Recht können alle Bedarfe von Eltern mit Behinderungen durch vorrangige Leistungsgesetze wie insbesondere gesetzliche Krankenversicherung und gesetzliche Pflegeversicherung sowie durch das SGB VIII und das SGB XII gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis ist die interkonferenzielle Arbeitsgruppe der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) auf der Grundlage einer Anhörung von Experten aus verschiedenen Bereichen (Sozialamt, Jugendamt, freier gemeinnütziger Träger, Justiz, Kranken- und Pflegeversicherung) gekommen, die sich mit dem Thema „Rechtsanspruch auf Elternassistenz: Mütter und Väter mit Behinderungen bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages unterstützen“ befasst hatte.

Hilfen im Rahmen der Unterstützung für Eltern mit Behinderungen können sowohl vielfältig - im Sinne des Zusammenkommens unterschiedlicher Leistungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie medizinischer und sonstiger Leistungen - als auch hinsichtlich ihres Abstimmungsbedarfs komplex sein und bedürfen stets der konkreten Ermittlung und Feststellung des individuellen Bedarfs. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Menschen mit Behinderungen höchst unterschiedliche Bedarfe haben, die nur auf der Grundlage eines kontinuierlichen Informationsaustausches und des Kompetenztransfers zwischen den Leistungsträgern zielführend festgestellt und mit zielgenauen Maßnahmen belegt werden können.

Zur Lösung von Problemen in der Praxis wird ein integriertes und trägerübergreifendes Hilfe- bzw. Gesamtplanverfahren unter Beteiligung der zuständigen Leistungsträger, insbesondere der Leistungsträger nach dem SGB VIII und dem SGB XII, für geeignet gehalten.

Beratungen von Selbsthilfeverbänden zu diesen Themen und andere Angebote für Eltern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen finden Sie z.B. unter folgenden Links:

  • für Eltern mit Körper- und Sinnesbehinderung: Bundesverband behinderte und chronisch kranke Eltern - bbe e. V., www.behinderte-eltern.com
  • für Eltern mit Lernschwierigkeiten („Lernbehinderungen“, „geistige Behinderung“): Bundesarbeitsgemeinschaft begleitete Elternschaft, www.begleiteteelternschaft.de

 

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Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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