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Soziale Sicherung der Pflegepersonen

Wer einen Menschen zu Hause pflegt, nimmt große Belastungen auf sich. Häufig müssen die Pflegenden – in der Mehrzahl sind es Frauen – auf eine eigene Berufstätigkeit ganz oder teilweise verzichten. Deshalb verbessert das SGB XI die soziale Sicherung der Pflegepersonen.

Wer einen Pflegebedürftigen

  • nicht erwerbsmäßig wenigstens 14 Stunden wöchentlich in seiner häuslichen Umgebung pflegt und
  • nicht oder nur bis zu 30 Stunden in der Woche erwerbstätig ist,

wird in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, wenn der Pflegebedürftige Anspruch auf Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung oder einer privaten Pflege-Pflichtversicherung hat.
Die Beiträge übernimmt der zuständige Träger der Pflegeversicherung, von der die pflegebedürftige Person Leistungen erhält (z. B. Pflegekasse oder privates Versicherungsunternehmen). Die Höhe der Beiträge und damit der erworbenen Rentenansprüche richtet sich nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit und nach dem Zeitaufwand, den die Pflegeperson für die notwendige Betreuung aufwenden muss.

Die Pflegenden stehen während ihrer Pflegetätigkeit zudem unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei sind Pflegepersonen auch dann unfallversichert, wenn ihre Pflegetätigkeit den für den Versicherungsumfang in der Rentenversicherung vorgeschriebenen Umfang von 14 Wochenstunden nicht erreicht.

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leistet die Pflegeversicherung – außer während der Pflegezeit - nicht. Seit dem 1. Februar 2006 besteht unter bestimmten Voraussetzungen jedoch die Möglichkeit, sich freiwillig weiter zu versichern und damit den Versicherungsschutz der Arbeitslosenversicherung aufrechtzuerhalten. Nähere Auskünfte erteilt die Bundesagentur für Arbeit.

 

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