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Soziale Sicherung der Pflegenden

Wer einen Menschen zu Hause pflegt, nimmt große Belastungen auf sich. Häufig müssen die Pflegenden – in der Mehrzahl sind es Frauen – auf eine eigene Berufstätigkeit ganz oder teilweise verzichten. Deshalb verbessert das Gesetz die soziale Sicherung der Pflegepersonen. Die soziale Pflegeversicherung geht damit über die Maßnahmen hinaus, die mit der Rentenreform 1992 getroffen worden waren.

Wer einen Pflegebedürftigen

  • nicht erwerbsmäßig wenigstens 14 Stunden wöchentlich in seiner häuslichen Umgebung pflegt und
  • nicht oder nur bis zu 30 Stunden in der Woche erwerbstätig ist,

wird in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, wenn der Pflegebedürftige Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder einer privaten Pflegeversicherung hat.

Die Beiträge übernimmt der zuständige Träger der Pflegeversicherung, von der dem der Pflegebedürftige Leistungen erhält (z. B. Pflegekasse oder privates Versicherungsunternehmen). Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit und nach dem Zeitaufwand, den die Pflegeperson für die notwendige Betreuung aufwenden muss.

Die Pflegenden stehen während ihrer Pflegetätigkeit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei sind Pflegepersonen auch dann unfallversichert, wenn ihre Pflegetätigkeit den für den Versicherungsumfang in der Rentenversicherung vorgeschriebenen Umfang von 14 Wochenstunden nicht erreicht. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leistet die Pflegeversicherung nicht. Seit dem 1. Februar 2006 besteht unter bestimmten Voraussetzungen jedoch die Möglichkeit, sich freiwillig weiterzuversichern und damit den Versicherungsschutz der Arbeitslosenversicherung aufrechtzuerhalten. Nähere Auskünfte erteilt die Bundesagentur für Arbeit.                           

 

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