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Blindengeld

Das Blindengeld ist eine monatliche finanzielle Unterstützung zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile bzw. Mehrbedarfe für blinde und hochgradig sehschwache Menschen, unabhängig von Ihrem Alter, Einkommen und Vermögen.
Es ist eine Leistung der Länder, nicht des Bundes. Folgende Länder gewähren diese Leistungen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein - Westfalen
  • Rheinland Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen
  • Brandenburg

Die Landesblindengeldgesetze der einzelnen Bundesländer finden Sie hier.

Beim erstmaligen Antrag auf Blindengeld ist eine augenärztliche Bescheinigung erforderlich oder der Nachweis über die Anerkennung des Merkzeichens Bl im Schwerbehindertenausweis. Nach § 72 Absatz 1 und Absatz 5 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch gelten Personen als blind, deren besseres Auge eine Sehschärfe von nicht mehr als 2 Prozent oder eine gleichwertige Einschränkung aufweist.

Die Anträge für das Blindengeld und weitere Informationen erhalten Sie in der jeweiligen Verwaltung Ihrer Stadt, Ihres Landkreises bzw. Ihrer Gemeindeverwaltung, die für die Gewährung der Leistung zuständig ist. Das Blindengeld wird ab dem Monat der Beantragung gewährt.

Blindengeld bei Heimaufenthalt oder häuslicher Pflege

Das Blindengeld verringert sich für blinde oder hochgradig sehbehinderte Menschen, die Leistungen der Pflegekasse, der privaten Pflegeversicherung oder der Beihilfe wegen häuslicher Pflege, Tages-, Nacht - oder Kurzzeitpflege erhalten.
Ebenso kann das Blindengeld bei blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen gekürzt werden, wenn sie in einer Pflegeeinrichtung leben und die Unterbringungskosten teilweise oder ganz aus öffentlichen Mitteln übernommen werden.
Diese Anrechnungsregelung hat der Landesgesetzgeber getroffen, weil der blindheitsbedingte Mehraufwand teilweise bereits durch die Pflege- bzw. Betreuungsleistungen abgedeckt wird.

Abgrenzung zur Blindenhilfe

Neben dem landesrechtlich geregelten Blindengeld, gibt es noch die bundesrechtlich geregelte Blindenhilfe.
Ist das Einkommen und Vermögen des Anspruchsberechtigten gering, kann ergänzender Anspruch auf Blindenhilfe nach dem SGB XII bestehen. Die Blindenhilfe ist eine einkommens- und vermögensabhängige Bundesleistung. Sie dient ebenfalls dem Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile für blinde und hochgradig sehschwache Menschen.

Die Blindenhilfe kann nach § 72 SGB XII gewährt werden. Sie ist in diesem Fall nachrangig gegenüber dem Blindengeld. In der Praxis bedeutet dies, dass das Blindengeld in seiner vollen Höhe gezahlt wird. Parallel dazu wird die Blindenhilfe gewährt, jedoch nicht in voller Höhe, sondern verringert um die Höhe des Blindengeldes.

Die Blindenhilfe kann auch nach § 27 d Bundesversorgungsgesetz gezahlt werden. Sie ist dann vorrangig gegenüber dem Blindengeld. In der Praxis bedeutet dies, das zunächst die Blindenhilfe in voller Höhe gezahlt wird. Parallel dazu kann Blindengeld gewährt werden. Dieses kürzt sich jedoch um den Betrag der Blindenhilfe oder entfällt vollständig.

 

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Bei fachlichen Fragen haben Sie die Möglichkeit uns telefonisch zu erreichen oder auch eine Anfrage mit dem dafür vorgesehenen Formular zu stellen.

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen 030 221 911 006

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