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Höhe der Renten und Pensionen

Die Frage, wie hoch die eigene Rente oder Pension sein wird, kann nicht genau beantwortet werden, da hierfür Angaben über die individuellen Versicherungszeiten oder Dienstzeiten erforderlich sind. Wir können an dieser Stelle nur allgemeine Informationen zur Berechnung und zur Höhe der Rente oder Pension geben.

Wenn Sie das 27. Lebensjahr vollendet und fünf Jahre Beitragszeiten im Versicherungskonto haben, erhalten Sie von Ihrem Rentenversicherungsträger jährlich eine Renteninformation, aus der beispielsweise hervorgeht,

  • ab wann Sie Regelaltersrente erhalten können,
  • in welcher Höhe Sie einen aktuellen Rentenanspruch für den Fall der vollen Erwerbsminderung hätten,
  • wie hoch Ihre derzeitigen Ansprüche auf eine Altersrente ohne weitere Einzahlungen wären und
  • wie hoch Ihr Rentenanspruch wäre, wenn Sie weiter so wie bisher verdienen würden.

Die Auskunft zum Anspruch auf Versorgungsbezüge erteilt Ihnen auf schriftlichen Antrag die zuständige Dienstbehörde, nach der zum Zeitpunkt des Antrags geltenden Sach- und Rechtslage.

Höhe der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung

Die Höhe der Rente ist grundsätzlich von den während der Versicherungszeit erworbenen Entgeltpunkten abhängig. Die Entgeltpunkte für Beitragszeiten spiegeln das Arbeitsleben der Versicherten wider. Sie sind der Verhältniswert, in dem die erzielten Arbeitsverdienste zum Durchschnittsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen. Wer in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt verdient hat, erwirbt einen Entgeltpunkt. War das 40 Jahre lang so, liegen 40 Entgeltpunkte vor. Ein Entgeltpunkt aufgrund einer Beschäftigung in den alten Bundesländern entspricht aktuell einem Rentenbetrag von 28,14 Euro, Bei 40 Entgeltpunkten ergibt sich dementsprechend eine Bruttorente in Höhe von 1.125,60 Euro. Zusätzlich können auch beitragsfreie Zeiten und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung rentensteigernd berücksichtigt werden, obwohl hierfür keine Vorleistung in Form von Beiträgen erbracht wurde. Hier kommt der soziale Aspekt der gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck.

Die Höhe der Monatsrente wird mit Hilfe einer Rentenformel berechnet. Der Monatsbetrag der Rente berechnet sich, indem die unter Berücksichtigung des Zugangsfaktors ermittelten persönlichen Entgeltpunkte, der Rentenartfaktor und der aktuelle Rentenwert mit ihrem Wert bei Rentenbeginn miteinander vervielfältigt werden.

(Entgeltpunkte x Zugangsfaktor) x Rentenartfaktor x aktueller Rentenwert = Monatsbetrag der Rente

Bei der Ermittlung der persönlichen Entgeltpunkte sind zu berücksichtigen:

  • Entgeltpunkte für Beitragszeiten,
  • Entgeltpunkte für beitragsfreie Zeiten und Zuschläge für Beitragsgeminderte Zeiten,
  • Zuschläge oder Abschläge für Entgeltpunkte aus einem Versorgungsausgleich oder Rentensplitting oder
  • Zuschläge aus der Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters oder bei Abfindungen von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung oder von Anrechten bei der Versorgungsausgleichkasse,
  • Entgeltpunkte für Arbeitsentgelt aus aufgelösten Wertguthaben,
  • Zuschläge an Entgeltpunkten aus Beiträgen nach Beginn einer Rente wegen Alters und
  • Zuschläge an Entgeltpunkten für Zeiten einer besonderen Auslandsverwendung.

Die Summe dieser Entgeltpunkte ist mit dem Zugangsfaktor zu vervielfältigen. Das Ergebnis sind die persönlichen Entgeltpunkte.

Der Zugangsfaktor beträgt grundsätzlich 1,0. Er ist größer als 1,0, wenn eine Rente wegen Alters trotz erfüllter Wartezeit erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wird; es ergeben sich Zuschläge. Der Zugangsfaktor ist kleiner als 1,0, wenn eine Rente vorzeitig in Anspruch genommen wird; es ergeben sich Abschläge.

Der Rentenartfaktor ist ein festgelegter Faktor für die Rentenberechnung und bestimmt das Sicherungsziel der Rentenart im Verhältnis zu einer Altersrente.

Der Rentenartfaktor beträgt für persönliche Entgeltpunkte unter anderem bei

  • Renten wegen Alters 1,0
  • Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung 0,5
  • Renten wegen voller Erwerbsminderung 1,0
  • Rente wegen Berufsunfähigkeit 0,6667
  • Rente wegen Erwerbsunfähigkeit 1,0.

Der aktuelle Rentenwert ist der Betrag, der einer monatlichen Rente aus Beiträgen eines Durchschnittverdieners für ein Jahr entspricht. Er wird durch die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrats jeweils zum 1.7. eines Jahres festgelegt. Durch die Erhöhung des aktuellen Rentenwerts wird die Rente an die Veränderung der Löhne und Gehälter angepasst.

Seit dem 1.7.2013 gelten folgende Werte:
Alte Bundesländer: 28,14 EUR
Neue Bundesländer: 25,74 EUR

Werden die folgenden Renten vorzeitig in Anspruch genommen, müssen Abschläge in Kauf genommen werden:

  • Erwerbsminderungsrenten
  • Altersrenten für langjährig Versicherte
  • Altersrenten für schwerbehinderte Menschen
  • Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
  • Altersrenten für Frauen.

Höhe der Rente der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Verletztenrente der gesetzlichen Unfallversicherung wird nach dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) und dem Jahresarbeitsverdienst des Versicherten berechnet. Der Jahresarbeitsverdienst ist der Gesamtbetrag der Arbeitsentgelte und –einkommen in den vollen zwölf Kalendermonaten vor dem Versicherungsfall. Für den Jahresarbeitsverdienst werden jedoch Mindest- und Höchstgrenzen bestimmt.

Die Höhe der Verletztenrente beträgt zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes, wenn Versicherte ihre Erwerbsfähigkeit voll verloren haben (MdE von 100 Prozent = Vollrente). Ist die Erwerbsfähigkeit durch die Folgen des Versicherungsfalls teilweise eingeschränkt, beträgt die Rente den Teil der Vollrente, der dem Grad der MdE entspricht (Teilrente).

Das bedeutet:
Vollrente = 2/3 x Jahresarbeitsverdienst
Teilrente = 2/3 x Jahresarbeitsverdienst x Grad der MdE.

Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen werden nicht auf die Rente angerechnet.

Pensionen

Das Ruhegehalt (Pension) wird auf der Grundlage der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge und der ruhegehaltfähigen Dienstzeit berechnet.

Hinzu kommt, dass bei Versetzung in den Ruhestand ein Abschlag in Höhe von 0,3 Prozent pro Kalendermonat der vorzeitigen Inanspruchnahme erfolgt. Sind nur wenige Dienstzeiten vorhanden, ist es möglich, dass das Ruhegehalt einen fest definierten Mindestwert nicht überschreitet. In diesem Fall wird auf die Mindestversorgung zurückgegriffen.

Im Fall der Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit auf Grund eines Dienstunfalls wird Unfallruhegehalt gewährt. Das Unfallruhegehalt weicht von der Berechnung des Ruhegehalts dahingehend ab, dass für die Berechnung das Grundgehalt der maßgebenden Besoldungsgruppe nach der Stufe zugrunde zu legen ist, die die Beamtin/der Beamte bis zum Eintritt in den Ruhestand wegen Erreichens der Altersgrenze hätte erreichen können.

 

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