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Renten wegen Alters

Als eine der wichtigsten Altersvorsorge wird die gesetzliche Altersrente verstanden. Hier wird ein Überblick über die möglichen Altersrenten gegeben. Dieser soll bei der persönlichen Entscheidungsfindung, welche Altersrente für einen selbst in Frage kommt, weiterhelfen.

Altersrente und Hinzuverdienst

Hinzuverdienst vor Erreichen der Regelaltersgrenze

Hinzuverdienstgrenzen gelten, wenn eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wird. Die Regelaltersgrenze liegt bei vor 1947 Geborenen bei 65 Jahren.

Für nach 1946 Geborene wird die Regelaltersgrenze schrittweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben. Bei ab 1964 Geborenen liegt die Regelaltersgrenze dann bei 67 Jahren.

Wird eine der folgenden Altersrenten vor Erreichen der Regelaltersgrenze bezogen (sogenannte vorgezogene Altersrenten), müssen bestimmte Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden: Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Altersrente für besonders langjährig Versicherte (seit 2012), Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit, Altersrente für Frauen.


Als Hinzuverdienst berücksichtigt werden Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen - das ist der steuerrechtliche Gewinn -und vergleichbares Einkommen (zum Beispiel Abgeordnetendiäten). Werden solche Einkünfte neben einer Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze erzielt, sind sie dem Rentenversicherungsträger anzuzeigen, damit geprüft werden kann, ob die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden. Renten der gesetzlichen Rentenversicherung (Witwen- bzw. Witwerrenten), Betriebsrenten, Beamtenpensionen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Zinseinkünfte werden nicht als Hinzuverdienst berücksichtigt.


Die vorgezogene Altersrente wird abhängig vom Hinzuverdienst in voller Höhe – als sogenannte Vollrente – oder vermindert – als sogenannte Teilrente – gezahlt. Für die volle Altersrente gilt einheitlich in den alten und neuen Bundesländern eine monatliche Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro. Die Hinzuverdienstgrenzen für eine Teilrente werden individuell berechnet. Sie bestimmen sich nach den in den letzten drei Kalenderjahren vor Rentenbeginn versicherten Entgelten. Die Höhe der individuellen Hinzuverdienstgrenzen sollte beim Rentenversicherungsträger erfragt werden.


Wird die Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro überschritten, besteht - je nach Höhe des Hinzuverdienstes - nur noch Anspruch auf eine Teilrente in Höhe von einem Drittel, der Hälfte oder von zwei Dritteln der Vollrente. Wird auch die Hinzuverdienstgrenze für die Teilrente in Höhe von einem Drittel überschritten, besteht kein Anspruch mehr auf die Altersrente. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt wieder weniger verdient und die Hinzuverdienstgrenze für eine höhere Teilrente oder die Vollrente eingehalten wird, muss innerhalb von drei Kalendermonaten der Antrag auf die höhere Rente gestellt werden, damit diese rechtzeitig gezahlt werden kann.


Zwei Mal innerhalb eines Jahres darf die Hinzuverdienstgrenze bis zum Doppelten der bisher eingehaltenen Hinzuverdienstgrenze überschritten werden. Wurde als zum Beispiel mit einem monatlichen Verdienst von 450 Euro die Hinzuverdienstgrenze für die Vollrente bisher eingehalten, darf in zwei Monaten bis zu 900 Euro verdient werden, ohne dass die Rente zu kürzen ist.

Hinzuverdienst ab Erreichen der Regelaltersgrenze

Nach Ablauf des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird, sind für den Bezug einer Altersrente keine Hinzuverdienstgrenzen zu beachten.

 

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